Qualifizierung

Für wen das Programm passt, und für wen nicht.

Drei Profile

Klientinnen erkennen sich meistens in einem dieser drei Bilder wieder. Die Profile sind keine Schubladen, sondern sie helfen dir, eigene Muster früher zu sehen und einzuordnen.

Profil 1

Die Ausgeschöpfte

War bei mehreren Neurologen, hat alle gängigen Prophylaxen probiert, kennt die Schulmedizin von innen. Triptane sind im Alltag eingespielt, die Migräne ist es trotzdem nicht weniger geworden.

Was sie sucht: Hat das Vertrauen verloren, dass die nächste neue Medikation die Lösung sein wird. Sucht eine strukturierte Begleitung, die am System ansetzt, nicht an einem weiteren Symptom-Hebel.

Du hast es probiert und wieder probiert. Du kennst die Wirkstoffklassen auswendig. Du weißt, wie sich ein Triptan-Tag von einem Triptan-Wochenende unterscheidet. Was du nicht mehr willst: noch einen Termin, an dem dir jemand erzählt, was du längst weißt.

Dafür ist das Programm gemacht. Es setzt nicht an deiner Symptom-Schwelle an, sondern an dem System, das die Symptome produziert. Es ersetzt deine ärztliche Behandlung nicht, sondern ergänzt sie um einen Hebel, der in der schulmedizinischen Standardroute selten gezogen wird.

Passt, wenn …

  • Pragmatisch und skeptisch gegenüber Heilsversprechen
  • Offen für ganzheitliche Ansätze, aber nicht für Esoterik
  • Bereit für einen strukturierten 12-Wochen-Aufbau
  • Verträgt die Idee, dass es kein perfektes Versprechen gibt

Passt nicht, wenn …

  • Sucht eine schnelle Symptom-Lösung in zwei Wochen
  • Will keine Ernährungs-Veränderung in Erwägung ziehen
  • Erwartet, dass das Programm die ärztliche Behandlung ersetzt
Profil 2

Die Eingestellte

Hat sich mit der Migräne eingerichtet. Plant Termine um die Attacken herum, hat Strategien für Beruf und Familie. Die Migräne ist Teil des Alltags geworden, vielleicht zu sehr.

Was sie sucht: Spürt, dass das Arrangement nicht endgültig sein soll. Will testen, ob hinter der Routine noch etwas anderes möglich ist, ohne dass dafür alles umgestellt werden muss.

Du funktionierst. Du hast die Migräne in deinen Kalender eingepasst, deine Familie hat sich daran gewöhnt, dein Beruf weiß, wann du nicht erreichbar bist. Das ist eine Leistung. Es ist gleichzeitig die Stelle, an der etwas verloren geht: die Vorstellung, dass es auch anders sein könnte.

Das Programm ist nicht der Versuch, dieses Arrangement zu zerstören. Es ist eine Einladung, drei Monate lang zu testen, was passiert, wenn man genau hinschaut, statt sich einzurichten.

Passt, wenn …

  • Hat Geduld für einen Drei-Monats-Bogen
  • Akzeptiert, dass Veränderung zuerst die Routine durcheinanderbringt
  • Bereit, eigene Auslöser-Muster ernst zu nehmen statt sie hinzunehmen

Passt nicht, wenn …

  • Will das aktuelle Arrangement um keinen Preis verändern
  • Erwartet, dass die Migräne ohne eigenen Beitrag verschwindet
Profil 3

Die Selbst-Informierte

Hat Palmer gelesen, kennt Studien zu Keto und Migräne, hat mit KI Recherche betrieben. Weiß theoretisch viel, sucht praktisch eine Person, die das Wissen in einen Programmrahmen übersetzt.

Was sie sucht: Will Beweis, dass eine Begleitung über das hinausgeht, was sie selbst recherchieren kann. Sucht Tiefe und Erfahrung, nicht die kuratierte Wissensdatenbank.

Du hast die Bücher gelesen. Du kennst die Argumente. Du weißt, was ein metabolisches Modell ist und warum Migräne dazu passen könnte. Was du nicht aus einem Buch lernst: wie die Theorie sich in deinem System anfühlt, wenn sie umgesetzt wird.

Dafür ist das Programm gemacht. Ich bringe klinische Erfahrung und eigene Betroffenenperspektive mit, beides Dinge, die ein PDF nicht hat. Du bringst dein Wissen mit. Wir treffen uns dazwischen.

Passt, wenn …

  • Bringt Fachwissen mit und will damit konkret arbeiten
  • Schätzt eine Begleiterin, die widersprechen kann
  • Ist bereit, eigene Hypothesen zu prüfen statt sie zu verteidigen

Passt nicht, wenn …

  • Sucht Bestätigung für eine vorgefasste Diät-Ideologie
  • Erwartet eine reine Wissens-Lieferung ohne persönliche Begleitung
Selbst-Test

Erkennst du dich wieder?

Wenn du in den letzten Wochen mindestens vier dieser Aussagen mit „ja" beantworten würdest, ist das Erstgespräch der nächste sinnvolle Schritt.

  • Du hast in den letzten Jahren mindestens zwei verschiedene Prophylaxen probiert.
  • Du planst Termine, Reisen und Familienleben um deine Migräne herum.
  • Du hast schon mit KI-Tools oder Foren recherchiert und weißt theoretisch viel.
  • Du erkennst Muster in deinen Attacken, hast aber keinen klaren Hebel gefunden.
  • Du bist bereit, drei Monate konzentriert an Ernährung, Schlaf und Routine zu arbeiten.
  • Du suchst keine schnelle Symptom-Lösung in zwei Wochen.
  • Du verträgst die Idee, dass es kein perfektes Heilversprechen gibt.
Ehrlichkeit

Wann das Programm nicht passt

Ein Nein im Erstgespräch ist kein Misserfolg. Es ist die ehrlichste Aussage, die wir treffen können. Diese vier Situationen sind die häufigsten:

  • Du suchst eine schnelle Symptom-Lösung innerhalb von zwei Wochen.
  • Du willst keine Veränderung an Ernährung oder Tagesrhythmus erwägen.
  • Du erwartest, dass das Programm die ärztliche Behandlung ersetzt.
  • Du suchst Bestätigung für eine vorgefasste Diät-Ideologie.

Wenn du dich hier wiederfindest, sagen wir dir das im Gespräch und empfehlen ein anderes Format, das besser passen könnte.

Nächster Schritt

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